Retten verboten!

Seebrücke KonstanzImmer wieder werden im Mittelmeer Schiffe der zivilen Seenotrettung – aber auch Fischer – von Behörden der EU-Mitgliedstaaten am Einlaufen in Häfen gehindert oder die Aufnahme von aus Seenot geretteten Geflüchteten wird verweigert. Die Konstanzer Initiative Seebrücke lädt dazu ein, am 12.7. mit direkt Betroffenen darüber zu diskutieren.

Unter fadenscheinigen Begründungen werden die Rettungsschiffe in den Häfen festgesetzt oder ganz beschlagnahmt. Nun werden Crew-Mitglieder in Italien und Griechenland sogar mit Strafverfahren konfrontiert und mit Haftstrafen bedroht. So auch aktuell Mitglieder der Iuventa-Crew der deutschen Hilfsorganisation „Jugend rettet“ in einem Verfahren in Trapani auf Sizilien.

[the_ad id=“87862″]Ihnen drohen wegen „Beihilfe zur illegalen Einwanderung“ bis zu 20 Jahre Haft. Schlimmer noch: Geflüchtete selbst, die ihr Leben auf maroden Schiffen oder auf Schlauchbooten retten wollen und versuchen zu navigieren oder nur am Motor sitzen, um Richtung Europa zu steuern, werden von den europäischen Strafbehörden beispielsweise in Griechenland und Italien systematisch kriminalisiert und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Gerichtsverfahren finden häufig ohne jede Öffentlichkeit statt. Die Anzahl der Fälle geht in die Tausende.

Darüber wird auf der Hybrid-Veranstaltung diskutiert mit: – Dariush aus Hamburg, einem in Italien strafverfolgten Mitglied der Iuventa-Crew – Judith Gleitze, borderline-europe, Sizilien – Julia Winkler, boderline-europe, zur Strafverfolgung in Griechenland.

Teilnehmen können am 12. Juli 2022 ab 19:30 Uhr alle, entweder vor Ort in der Präsenzveranstaltung: Konstanz, Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal, oder Online (zoom-meeting) unter: https://us06web.zoom.us/j/87520602451

Text und Bild: Seebrücke Konstanz